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Als ein Kunde mir die Details für einen Auftrag per Email durchgab, stand darin, dass die Bilder unbedingt in einer Auflösung von 300 dpi bei einem Format von 21cm Breite bei Hochformataufnahmen geliefert werden sollten. Da ich auf die kleinere Digitalkamera Canon EOS 20D mit 8 Megapixeln umgestiegen bin erreiche ich diese Forderung mit meinen 19,78 cm gerade nicht mehr. Was lag also näher, als sich eine Kamera mit höherer Auflösung auszuleihen. Da mein Fachhändler die Canon EOS 5D mittlerweile schon im Rent Service anbietet, konnte ich diese somit gleich einmal für diesen Auftrag testen.

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1. Klasse zwischen 20D und 1Ds mark II

Die komplett neue Kamera Canon EOS 5D rangiert mit ihren Funktionen und Merkmalen zwischen der EOS 1D mark II N und der 20D. Im Vergleich zur 20D hat sie, wie bereits erwähnt die höhere Auflösung von 12,8 Megapixeln, womit man bei 300 dpi auf ein Format von 24,65 x 36,98 cm kommt. Im Gegensatz zur 20D hat die 5D aber einen Vollformat CMOS Chip zur Bildaufzeichung. Vorteil ist, dass sich die alten EOS Objektive ohne Brennweitenverlängerung benutzen lassen. Nachteil ist, dass sich die neuen EF-S Objektive nicht mehr einsetzen lassen. Da ich gerne mit lichtempfindlichen Objektiven arbeite und die offene Blende bewusst als Gestaltungsmittel einsetze, um das Objekt vor einem unscharfen Hintergrund freiszustellen, habe ich mich natürlich darüber gefreut, diesen Effekt in einem noch stärkeren Maße mit meinen Objektiven einsetzen zu können, da ja die Brennweitenverlängerung bei der 5D nicht zum Tragen kommt.

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2. So schnell wie die 20D


Trotz der größeren Datenmenge ist das Handling und die Reaktionszeit der Kamera auf Benutzereingaben vor allem beim Einschalten und ansehen der aufgenommenen Bilder subjektiv gleich schnell, wie die 20D, so dass ich mich beim Photographieren nicht großartig umstellen musste. Somit bleibt nach meinen Eindrücken, die 5D schneller als die alte 1Ds und als die neue 1Ds mark II - im Vergleich zur letzteren wahrscheinlich wegen der geringeren Datenmenge.
Auffällig bei der neuen Kamera ist vor allem das größere Display, mit dem eine Bildbeurteilung direkt nach der Aufnahme besser möglich ist. Leider musste ich auch feststellen, dass das Display beim Photographieren draußen bei hellem Tageslicht die Bilder relativ dunkel anzeigt, so dass man geneigt ist, zu helle Bilder zu machen, um hinterher am Rechner dann eine Überraschung zu erleben. Die Menüführung ist aber von der Aufteilung und dem Design mit der Schriftgröße fast mit dem der 20D identisch, so dass einem die Schrift nun fast etwas zu klobig erscheint.
Äußerst angenehm ist auch das relativ leise Auslösegeräusch der Kamera im Vergleich zur 1D Serie, so dass man zum Beispiel auch in Kirchen relativ ungestört photographieren kann.
Fazit: Die Kamera stellt einen wichtigen Schritt in der Entwicklung der Digitalkameras dar. Aufgrund des Preises von cirka 3400 EUR kommt für mich ein Wechsel zur 5D nicht in Frage. Ausschlaggebend ist unter anderem auch dass die 5D aufgrund des größeren Chips etwas größer als die 20D ist und sich die neuen EF-S Optiken nicht verwenden lassen.

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