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Wie verändert der iPod und die Technik, die er impliziert, unser Leben? Ist am Ende gar ein neues Medium oder zumindest eine neue Art der Konsumierung von nicht nur Musik, sondern von Informationen via Wort und Bild entstanden?

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1. Welche Art von Informationen können über den iPod und iTunes abgerufen werden?

iTunes, die Software, mit der man auf Informationen im Web zugreift und die alle Inhalte verwaltet, stellt den Kanal und das Reservoir der Informationen dar. Die ursprüngliche Aufgabe von iTunes war es, Musik auf den Rechner zu importieren und auf den iPod zu überspielen. Nach und nach wurden die Aufgaben erweitert. So kann man mittlerweile Musik, Hörbücher und Filme über den iTunesMusicStore kaufen, der in die Software integriert ist. Ebenso kann man so genannte Podcasts abonnieren, in denen wiederum Informationen in Form von gesprochenem Wort, Musik und sogar als Film dargeboten werden. Sobald sich die Informationen auf den jeweiligen Podcast Servern aktualisiert, werden diese neuen Inhalte automatisch herunter geladen und in iTunes integriert. Beim nächsten Abgleich mit dem iPod stehen diese Inhalte dann auch dort zur Verfügung. Der Abruf der Informationen, gleich ob Musik, gesprochenes Wort oder Film, letzteres setzt natürlich einen Video iPod voraus, kann dann überall geschehen, zum Beispiel in öffentlichen Verkehrsmitteln auf dem Weg zur Arbeit, abends im Bett oder in freier Natur.

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2. Wie kann nun diese Kommunikationsform den Konsum von Informationen verändern?

Fangen wir einmal mit der Herstellung an. Das Internet hat die Informationsbereitstellung schon revolutioniert: Es können Inhalte relativ einfach und je nach Aufwand schon relativ kostengünstig einer großen Menge an Leuten zur Verfügung gestellt werden. Die Inhalte im Internet können als geschriebenes Wort und Bild, aber auch als gesprochenes Wort oder Film dargestellt werden. Man könnte nun sagen, dass die Verlagerung auf ein neues Gerät wie dem iPod nur einem netten Zusatznutzen gleichkommt. Das Revolutionäre wird vielleicht an einem Beispiel besser deutlich: Ein Spezialist auf einem Fachgebiet kann nun mit einfachen Mitteln seine eigene Radio-Show produzieren und als Podcast ins Internet stellen. Interessierte abonnieren diesen Podcast und können die Inhalte, wann immer sie wollen, hören, sind also an keine Sendetermine gebunden. Zum Vergleich eine entsprechende Publikation in anderen Medien ist aufwändiger und vom Empfänger nicht so leicht zu konsumieren. Dies wird jeder bestätigen können, der schon einmal in den Genuss eines Hörbuchs im Vergleich zum Konsum eines Buchs im herkömmlichen Sinn gekommen ist. Eine vereinfachte Aufnahme von Information ist aber in der heutigen Zeit des Informations-Überdrusses ein wesentlicher Fortschritt. Auch lässt sich die Information vor selektieren, indem der Konsument nur die Podcasts abonniert, die ihn auch wirklich interessieren. Voraussetzung für die Annahme dieser Verbesserungen ist allerdings, dass diese Potentiale von Medienanbietern gleichermassen wie von Konsumenten erkannt und angenommen wird.

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