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Als Photograph bekomme ich von Zeit zu Zeit immer wieder die Dias von alten Produktionen zurück. Wenn ich diese als Archivbilder nutzen möchte, dann sollten sie irgendwann irgendwie in digitaler Version vorliegen. Dazu brauche ich ein effizientes Verfahren, mit dem ich die Bilder digitalisiere, verschlagworte und katalogisiere. Praktisch wäre es, wenn ich gleich mehrere Dias in einem Rutsch einscannen könnte. Zur Auswahl stehen hier Dia- beziehungsweise Filmscanner mit Stapelverarbeitung oder Flachbettscanner mit Durchlicht-Einheit. Erstere sind relativ teuer und bei letzteren hat mich bisher die Qualität der Scans nicht überzeugen können.

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1. HP Scanjet 4890

Bei einem Einkauf in einem Technik-Markt habe ich mich unter anderem auch nach Scannern umgesehen. Der HP Scanjet 4890 ist mir sofort aufgefallen, weil er 16 Dias auf einmal verarbeiten kann und die optische Auflösung beim Scan angebliche 4800 dpi betragen soll. Kurzentschlossen habe ich das Gerät zum Preis von 200 ? mitgenommen. Die Installation an meinem Mac zu hause verlief reibungslos und ich war über die Möglichkeiten der mitgelieferten Software von HP erstaunt. Für eine Weiterverarbeitung von digitalen Bildern ist eine Auflösung von mindestens 300 dpi bei einer Bildgröße von Din A4 notwendig. Eine entsprechende Einstellung beim HP Scanner ist durchaus möglich, aber das Ergebnis des entsprechenden Scans war einfach nicht scharf und brillant genug. Einige Test-Scans und etliches Probieren mit Einstellungen führten zu dem Ergebnis, dass der Scanner bis zu einer Bildgröße von 10x15 cm bei 300 dpi ganz brauchbare Bilder liefert, aber alles was darüber hinaus geht, kommt relativ verwaschen und unscharf an. Die versprochenen 4800 dpi mögen zwar über die Hardware möglich sein, aber die Optik kann diese Auflösung anscheinend nicht transportieren.
Daher bin ich dann doch wieder bei meinem Foto-Großhändler in München gelandet und habe mich über Scanner dort beraten lassen und konnte dort auch selbst mitgebrachte Dias zur Probe einscannen.

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2. Epson Perfection V700 Photo

Neben dem Preis gibt es da dann doch erhebliche Unterschiede in der Qualität der Scans. Schon der Beispiel-Scan beim Großhändler hatte mich vom Epson Perfection V700 Photo überzeugt. Noch überzeugter war ich dann schließlich, als ich den Scanner zu hause installiert hatte und die ersten praktischen Erfahrungen mit der Software von Epson auf meinem Mac machte. Die Qualität der Scans ist jetzt so hoch, dass ich Bilder von Kleinbild Dias in der Größe Din A4 in Druck-Qualität, sprich 300 dpi verarbeiten kann. Ich kann 12 Dias in einem Scan-Vorgang einlesen. Das ist zwar etwas weniger als beim HP, aber dafür kann ich die automatische Staub- und Kratzer-Erkennung ohne Qualitäts-Einbußen verwenden. Die Bilder bleiben scharf. Im Gegensatz dazu hatte diese Automatik beim HP eine zusätzliche Unschärfe verursacht. Allerdings verlängert diese Einstellung beim Epson Scanner die Scan-Zeit von 12 Kleinbild Dias von 8 Minuten auf über eine Stunde. Das stört mich aber nicht weiter, da ich den Scan-Vorgang im Hintergrund laufen lassen kann und ich mir die Zeit für die Retusche sparen kann. Dieser Qualitäts-Gewinn hat seinen Preis, der mindestens drei Mal so hoch ist, wie der des HP Scanners, über 600 ?. Aber meine Anforderungen machten diese Investition unumgänglich. Von der Qualität vergleichbare Filmscanner kosten wiederum ein Vielfaches vom getesteten Epson Scanner.

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