Wer kennt es nicht? Die Vorsätze sind hoch, die Motivation anfangs auch, das Thema ist interessant und wichtig, die Geschichten sind gut und kurzweilig erzählt, das Buch: Clean Code von Robert C. Martin.
Aber wir kennen den Punkt: früher oder später verliert sich die Motivation und wir verlagern bei der Hälfte des Buches unsere Prioritäten.
Als großer Fan von den TED Talks bin ich immer wieder begeistert, wie sich die unterschiedlichsten Leute dort auf die Bühne stellen und scheinbar von der Leber weg über Themen referieren, die Ihnen am Herzen liegen. Ein gutes Beispiel ist der Vortrag von Chip Conley zu dem Thema “Measuring what makes life worthwhile”.
Conley untersucht die Frage, wie wir das messen können, worauf es im Leben wirklich ankommt.
Der elektrische Reporter erzählt in einem seiner Videoberichte über die Umsetzung anderer modernerer Schulmethoden mit Laptop für jeden Schüler (nicht nur in Afrika, sondern auch bei uns) und die zukünftige Computer-Nutzung um das menschliche Gehirn abzulösen. Ich bin so frei und darf das dann mal kritisch sehen.
Liebhaber des immer noch aktuellen Editors Vim können dessen Tastaturkürzel nun auch in den Entwicklungsumgebungen von JetBrains einfach installieren und nutzen.
Ralph Langner, bekannt geworden durch das Stuxnet reverse engineering, hat auf der OOP 2012 eine keynote mit dem Thema "Mission Impossible - agile Waffenentwicklung am Beispiel Stuxnet" gehalten. Warum dieser Vortrag auf der OOP? Es ist schon seltsam genug überhaupt einen Vortrag zu diesem Thema in einem derart offenen Forum zu hören. Diese Themen mit dieser Informationsqualität findet man wenn überhaupt in Kreisen, in denen der normal sterbliche Software-Entwickler keinen Zugang hat.
Langner geht in seiner keynote noch einen Schritt weiter, er zäumt das Pferd von hinten auf. Es sind wahrlich genug Software-Entwickler anwesend. Er stellt ihnen die folgende Aufgabe: Verlangsamen Sie die iranische Uran-Anreicherung, indem Sie per Software-Angriff mindestens 1000 Zentrifugen in Nantanz technisch zerstören. Es soll wie ein Unfall aussehen. Mission impossible?
Es gehört schon ein wenig Sadismus dazu, einen Pecha Kucha Abend zu besuchen. Einen solchen konnte ich auf der OOP 2012 erleben. Eine Reihe von Protagonisten (im Original sind es 14) versuchen über Thema zu referieren, das Ihnen am Herzen liegt anhand von 20 Bildern, die sie ausgewählt haben und die während des Vortrags gezeigt werden.
Das ist an sich noch nicht so besonders. Es gibt aber noch ein paar Regeln, die das ganze schmackhaft machen.
Auf der OOP 2012 habe ich dieses Jahr zum zweiten Mal einen Vortrag von Gunter Dueck genossen. Wer ist Gunter Dueck und was hat er so bedeutendes zu erzählen, als dass ich darüber berichten möchte. Wer er ist kann man auf seiner Website omnisophie.com in seinem Lebenslauf nachlesen. Wenn man das tut, erfährt man dass er ein ganz hohes Tier bei IBM war, aber diesen Eindruck macht er da auf der Bühne gar nicht. Er wirkt eher etwas verschüchtert. Nach einer Weile könnte man fast meinen, das ist seine Masche. Am Ende glaubt man aber, das ist er einfach. Wenn man nichts weiter über ihn weiß, genügt erst einmal die Information, er ist Mathematiker und Philosoph.
Was hat er uns mitzuteilen? Nun er hat eins und eins zusammen gezählt.
We learned last year at the OOP 2011, that we can deal with the faster release cycles by using agile techniques. Over the year we saw, that everybody is doing agile and releasing faster. The consequence is, that we must not only be faster, we even must be better than our competitors. The quality of our software must increase, to be adopted faster and be more reliable. But also our ideas of reaching the user must be the first one, even before the user (or competitor) can smell them.
So what do we have: We have a product, we can work hard to increase its quality, and we have the people, who possibly, certainly have great ideas.
So it is not a miracle, that a lot of tracks of the OOP 2012 have something to do with quality (sustainablility) or creativity and innovation.
Vom 23. bis 27. Januar trifft man (oder frau) sich wieder auf der OOP, dem Messekongress mit dem Untertitel: Software meets Business. Nachdem das Thema der OOP im letzten Jubiläumsjahr ganz auf den Change ausgerichtet war, heißt das diesjährige Motto: Sustainability - Empowering the next generation. Aber es gibt darüberhinaus viele weitere interessante Themen. Ich freue mich darauf, auch dieses Jahr wieder von der OOP berichten zu können. Erste Eindrücke schildere ich hier auf tsreport.de. Wem das noch nicht schnell genug ist, hört einfach auf meinen twitter feed @tomsteg. Feedback auf diesem Weg ist immer gern gesehen.
Ein Roman über Projektmanagement von Tom DeMarco
Dieser Roman gehört laut vielen Meinungen zum 'must have read' für einen gestandenen Projektmanager. Das Groupware Magazin schreibt laut Buchdeckel sogar: 'Wenn nach der Lektüre dieses Titels noch irgendjemand nicht versteht, warum zwei Drittel aller Software-Projekte scheitern, dann ist ihm auch nicht mehr zu helfen.' Darin ist der Umkehrschluss versteckt, dass derjenige, der ihn gelesen hat, um Mittel weiß, wie man Projekte retten kann oder von Anbeginn an auf die Siegerstraße führt.
Das Buch "Zeitmanagement für Webentwickler" zeigt Lösungen, Aufgaben als Webentwickler bis hin zu privaten kleinen Projekten in den Griff zu bekommen. Jeder kann sein System finden, ob digital oder analog, mit dem er Prioritäten erkennen und flexibel entscheiden kann. Neben klassischen Methoden werden auch neue mit vielen Tipp, Ratschlägen und weiteren Anregungen gegeben. Weitere Informationen zum Buch finden Sie auf der Website des Autors tseitmanagement.de, beim Verlag OReilly oder bei Amazon.
Manchmal beneidet man die Menschen aus einer früheren Zeit. Scheinbar war das Leben damals einfacher. Bei einem Besuch des Oberpfälzer Freilandmuseums am 17.06.2007 wurden wir für ein paar Stunden in eine Zeit versetzt, die zwar einfacher als heute erscheint, die aber auch hart war. In meinen Bildern habe ich versucht auf der einen Seite die Nostalgie einzufangen, aber auf den zweiten Blick auch die Demut und Härte des damaligen Alltags - sofern es die wunderbaren Vorgaben des Museums es hergaben.